Gut Nacht
Gut Nacht
Tausend Sterne sind erwacht
Und du schläfst in deinem Himmelbett
Und du glaubst, auch ich hätt’ meine Ruh
Hab dein Bild mit diesem Andern vor mir
Dabei mach ich doch keine Auge zu
Wie soll ich meine Augen schließen
Wenn sie dich so lang nicht gesehn
Und wenn mein schönster Traum zu dir fliegt
Dann wirst du plötzlich weinen, in der Nacht
Gut Nacht
ja!
warum ein Ja
warum ein Nein
das wissen diese wesen nicht
sie quälen, schweigen, steuern
sie ahnen ihren zauber
und ihre macht
brauchen davon nur wenig
ab heute steht es fest
ich lege mich in den weg
dass man mich sieht, bemerkt
denn es gibt Neues
und hoffentlich ein Ja !
Einsamkeit
Nie bist du reicher und nie ärmer
In einer Einsamkeit
Nie sind die Sinne schärfer
Für alle Offenheit bereit
Nie bist du blanker
Nackter, roher, zart
Und niemals schuldiger
Als ganz allein
Und auch die Macht scheint unerreicht
So groß
So riesengroß bedeutungslos
Ach, könnt’ ich meinem Herz befehlen
Ach, wär’ ich doch ein andres Ich
Ich müsste dich nicht weiter quälen
Dies hier zu lesen, fürchterlich!
Doch so ist’s nun, so wie es ist
Ganz schwer, ganz hohl, ganz leer
Wie nah bei dir
Das weiß ich nicht
Doch weiß ich wohl
Es will zu dir
Und nicht nur es, auch Ich
Bei allem sinnentstellt Gereimten
Gibt’s nur ein Reim für mich
Und zwar: Ich liebe Dich
Und meine Worte trösten
Denn wer sie liest
Dringt ein in meine Welt
Aus Lüsten und Gedanken
Und gibt ein wenig Liebe mir
Liebe für einen Kranken
Doch bleibt’s am Schluss so wie es war
Kein Trost und keine Zärtlichkeit
Nur Wagemut und Zweifel
Am Sinn des Lebens und an der Zeit
Zeit für uns zwei - allein
Ein eigenartiges Datum
Denken an Vergangenes
Erinnern an was Schönes
Sehnen nach Neuem
Eine Sonne geht nicht aus - sie dunkelt nur vorübergehend

Vorschau
Im Frühsommer erscheint meine erste CD "Lebenszeichen", die 9 exclusive Stücke unterschiedlichster Couleur enthält.
Märchen - 1.Teil

Das Märchen von Frau Wort und Herrn Tat
"Halt!" schüttelte sich Frau Wort, "bis hierhin und nicht weiter!".
Herr Tat überhörte das und stolzierte geradeaus.
Er drückte seine Vorhaben stets mit energischem Handeln aus.
'Gut' dachte Frau Wort, 'in diesem Punkt erreiche ich auf diese Art und Weise nichts.'
Waren doch gerade ihre zustimmenden oder abweisenden Aussagen entscheidend.
Herr Tat war im Begriff eine Grenze zu überschreiten.
Er ließ sich einfach nichts mehr sagen.
Stattdessen strotzte er vor lauter Kraft und imponierte damit der süßen Frau Wort.
Das ging eine Weile so, bis eines Tages sich beide ihre Liebe gestehen mussten.
Gegründet auf den alten Werten von ganz früher, gaben sie sich das Ja-Wort in der Überzeugung, dass es ein Leben lang überdauere.
Es sei hier angefügt, dass es eine prächtige Hochzeit war und wenn mich nicht alles täuscht,
gab es noch keine Verlautbarung oder unschönen Gerüchte darüber,
dass die Ehe vielleicht doch in die Brüche gegangen wäre.
Wir sind gespannt.

…wünsche sehr, dass du an den heutigen Tag denkst. Es würde einiges bedeuten. Habe über alles nachgedacht.
Es gab für heute zwei Varianten an Einträgen: einen kurzen und einen langen.
Ich habe mich für den kurzen entschieden. Willst du auch den langen wissen, dann schreibe mir.
Der kurze lautet: Ich liebe Dich.